Und erneut war der Erfolg überwältigend. Man muss dazu wissen, dass in den ersten Jahren des Erfolgszuges der Videocassette einfach nur vorhandenes Material auf VHS kopiert wurde. Viele Filme lagen dabei nur noch auf Super8- Rollen vor. Das heißt zum einen, dass die Episoden sehr kurz warten (bei einer durchschnittlich 12 minütigen Episode gab es gerade mal 8 Minuten Sex zu sehen, höchstens ein Viertel davon waren Nahaufnahmen). Zum anderen aber war auch die Bildqualität nicht gut. Selbst große Unternehmen, die in den Staaten Material kauften, litten unter der damals noch schlechten Normwandlung vom amerikanischen TV-Format NTSC in das in Deutschland übliche PAL-Format.

Teresa ging hier einen anderen Weg: Sie produzierte exclusiv für das neue Medium Video mit dem besten Equipment, dass für dieses Medium produziert wurde: hochwertige Fernsehkameras, Aufnahmewagen und 1-Zoll-Technik. Der nächste Sprung, die nächste Evolutionsstufe des Verlags Teresa Orlowski, war nur logisch: Der Weg zum eigenen Fernsehstudio.



Schon lang war die alte Jugendstilvilla (Foto oben) zu klein geworden. Immer mehr Mitarbeiter füllten das Haus, konzentriertes Arbeiten war aufgrund der Enge immer schwieriger. Etwas Neues, etwas Größeres, etwas Moderneres musste her. Teresas Devise war aber nach wie vor: Alles aus einer Hand, alles unter eigener Kontrolle. Ihre Anforderungen ließen sich auf dem Immobilienmarkt Hannovers nicht realisieren: Ein auf den Verlag und dessen Bedürfnisse zugeschnittenes Gebäude musste her. Konzeption, Produktion und Vermarktung aller Teilbereiche dieses zum Konzern gewachsenen Unternehmens konzentriert an einem Ort.

1986 war es soweit: Man plante das neue Studio- und Verwaltungsgebäude auf der Wohlenbergstrasse, Baubeginn war noch im gleichen Jahr. Fertigstellung und Umzug erfolgten zwei Jahre später, im Sommer 1988 (Foto unten).