Aber nicht nur Hardcore wurde produziert. Bereits Ende der Achtziger war Teresa mit einer ganz anderen Ware erfolgreich auf dem Markt gewesen, einer Musik-CD. Wieder waren es die Konsumenten, die danach gefragt hatten. Der Soundtrack zu ihren Filme bestand aus im eigenen Musikverlag verlegter Popmusik. Etliche Songs waren echte Ohrwürmer und die Nachfrage nach Platten oder CDs zu ihren Filmen war groß. Mit "Songs for Teresa" (Cover links) zog der Megastar der Erwachsenenunterhaltung nun auch in die Diskotheken ein.

Die Neunziger begannen mit einem BigBang: Die Grenzen nach Osteuropa fielen, Deutschland wurde wiedervereinigt. Während die Märkte explodierten, Pornografie gefragt war, wie nie, stand Teresa vor einer schweren Aufgabe: Sie wollte nun mit einem eigenen Fernsehsender ihr Programm in alle Haushalte bringen.

Die Technik war da. Sie belegte Sendezeit auf einem Satelliten und begann so nachts, von 1 bis 4 Uhr, ihr eigens für den Sender produziertes Programm auszustrahlen. Auch der Jugendschutz konnte gewährleistet werden: Das Programm wurde nur verschlüsselt gesendet, man benötigte einen Dekoder und eine Chipkarte. Die ließ sich einfach enfernen und so war es dem Haushaltsvorstand möglich, den Chip herauszunehmen und damit sicherzustellen, dass kein Unbefugter (=Minderjähriger) die Sendungen sehen konnte.

Aber diesmal wehte ihr der Wind kräftig ins Gesicht. Politiker und Staatsanwaltschaften liefen Sturm gegen das Projekt. Und als Teresa darauf setzte, dass ihre Kunden, das Millionenheer der Pornokonsumenten sie nun unterstützen würde, sah sie sich im Stich gelassen. Statt "Mehr Freiheit wagen" jetzt "die geistig, moralische Wende" - statt "Aufbruch in die Zukunft" nun "Zurück in den Mief von Gestern". Den Deutschen schien eine fast masochistische Art zu eigen, sich gern von den "Oberen" bevormunden zu lassen. Teresa war tief enttäuscht.

Sie hätte nun ihr Unternehmen für viel Geld in eine Aktiengesellschaft umwandeln können, wie es ja viele in den 90er Jahren taten. Aber sie wollte nach wie vor die Kontrolle über ihr Unternehmen behalten . Nur so, das war ihr völlig klar, konnte sie gewährleisten, dass mit dem Namen Teresa Orlowski immer auch ein bestimmter Qualitätsanspruch verbunden blieb.

Sie konzentrierte sich darum mehr auf die Dinge, die die Zukunft versprachen: Als die Telefonkarten eingeführt wurden, produzierte sie eine exclusive limitierte Serie (Foto links), die ein überwältigender Erfolgsschlager wurden.